Den ökologischen Wahnsinn der Gerätebilligpolitik durchbrechen – jaaaaaaa!

Die Geschäfte laufen wieder an – Warnung mit erneutem verschärftem Lockdown verunsichert

Sind wir mal ehrlich, es ist nichts so wie es einmal war.

Aber mein Urlaub mit meiner Frau und einem meiner Enkel in den Alpen war das Highlight des Jahres, sehr anstrengend, wunderschön erlebnisreich und dennoch himmelhochjauchzend befriedigend, dass es nach baldiger Wiederholung verlangt. Nur mit überschwänglichen Beschreibungen würde ich das erlebte Glücksgefühl widergeben können.
So beobachte ich manchmal meine kleine Welt, sehe kinderwagenschiebende, mit dem Smartphone redende, junge Mütter – das Kind schaut im Wagen nach vorn, anstatt in das Erlebnis erzählend einbezogen zu werden, der hippe, kopfhörergesäumte Sportler fährt auf dem Fahrrad durch unser schönes Bayern, der betagte quirlige Senior auf dem E-Bike radelt lächelnd entspannt den Berg hoch durch die Wohnsiedlung und ich denke mir, ich muß raus in die Natur.

Von meinem Wohnzimmerfenster sehe ich immer auch den historischen Wartturm, Zankapfel zwischen den hessischen Anreinern und den bayrischen Anliegerorten Großostheim, Pflaumheim, Wenigumstadt. Ich vermeide die umgangssprachlichen Ortsbezeichnungen – ich kann diese als Zugereister – Oiplaggder nicht richtig aussprechen und auch nicht schreiben, dann sollte ich das auch lassen. Trotzdem klingen die Namen schön, und manchmal lasse ich sie mir von meinem gelehrten Nachbarn vorsagen, bewunder seinen ausgeprägten, beinahe zelebrierten Dialekt, der dem hessischen näher als dem unterfränkischen liegt – das ist historisch bedingt.

Also ich gehe raus in die Natur, ich bleibe beim Wandern auf eigenen Füßen. Schon 10 Tage ohne anspruchsvolle Alpenwege – ich habe Entzugserscheinungen. Deshalb genieße ich den zügigen Feld-, Wiesen- und Hügelspaziergang vom Bayrischen Pflaumheim zum Wartturm und ins hessische Ringheim, rieche trockenes Gras und die über die vielen Maisfelder streifenden Luftmischungen, verfolge die vor mir flüchtenden Feldmäuschen, suche vergebens nach dem von mir aufgescheuchten Bussard und wähle entgegen der Googleempfehlung den für mich interessanteren unbefestigten Feldweg immer gen Westen der untergehenden Sonne nacheilend.
Früher war für mich der Blick nach Westen die große sehnsuchtsvolle Weite, die noch vor dem Mauerfall 1989 erreicht, weil hart erkämpft wurde. Dieses Glücksgefühl beginnt leider schmerzhaft zu schwinden. Es könnte so schön normal sein, umweltbewusst leben – das muss nicht grünfordernd auf vieles, bewährtes verzichtend sein, frei nachdenkend und beurteilend – und nicht gleich abgeurteilt werden. Es beunruhigt mich zu erfahren, dass ein Turbolockdown jederzeit ausgerufen werden kann. Warum ist das in unserer Demokratie möglich – ich bezweifle die Rechtmäßigkeit, denn die Grundlage dafür sind die zu 85% fehlerhaften Testergebnisse oder was verbirgt sich noch dahinter? – Ja, ich bin für Sicherheit, ich halte mich an die Hygienevorschriften, denn die sind für jeden Menschen ganz einfache Schutzmechanismen und nicht schwer umsetzbar.

Also wascht Euch nach dem P… die Hände!
Scheinbare Normalität motiviert zu kleineren Neuanschaffungen. Im Businessbereich sind vorher nicht vorstellbare Engpässe eingetreten und schmerzliche Preiserhöhungen erfolgt. Wenn diese Entwicklung dazu beiträgt, den ökologischen Wahnsinn der Gerätebilligpolitik zu durchbrechen – dann jaaaaaaa!
Stellt Euch vor, ein Multifunktionsgerät (4-farbig drucken, scannen, kopieren, faxen, WLAN) mit 4 Tinten für ca. 65 € – das ist Wahnsinn. Diese gibt es zur Zeit nicht mehr – Lieferprobleme, Engpass – wie auch immer die Situation benannt wird. Wenn eine kleine Wartung erforderlich sein sollte, dann wurde lieber ein neues Gerät mit wieder Tintenpatronen und neuer Garantie gekauft – wer würde das nicht?

Ja, wenn sich die Preispolitik der Hersteller ändern würde, dann wäre das ein Riesenfortschritt, ein umweltpolitischer Erfolg von großer Tragweite. Liebe Politiker, hier und auch beim Verbrauchsmaterial, den Tonerkartuschen hättet ihr ein umfangreiches Betätigungsfeld. Große Unternehmen, Konzerne aufgrund von coronabedingter Schieflage zu verstaatlichen oder auch nur teilweise ist ein Zeichen ihrer Inkompetenz und der Gewissenlosigkeit und Interessenlosigkeit vieler überbezahlter Manager.

Ein Privatunternehmer würde auf diese irrwitzige Idee auch nur dann kommen, wenn ihm Geld geschenkt wird.
Ich gehe dann mal wieder in die Berge zum Abschalten und Auftanken, danke an meine liebe Familie, die gleichzeitig meine aufopferungsvolles Team sind und mir einige, für mich so aufbauende Bergtage schenken – ich liebe Euch.

Hanau (Hessen), Pflaumheim (Bayern) September 2020
Volkmar Schmidtgen, Geschäftsinhaber TONER ACTIV, Molitorstr. 10, 63456 Hanau

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